Gemeinsam verschieden sein
Bardowick. Drei Tage lang wurde an der Hugo-Friedrich-Hartmann-Oberschule nicht nur gelernt, sondern vor allem gelebt, was das Schulmotto verspricht: „Gemeinsam verschieden sein.“ Vom 24. bis 26. Juni 2026 standen die „Tage der Kulturen“ ganz im Zeichen von Begegnung, Offenheit und Gemeinschaft – und machten deutlich, wie bereichernd Vielfalt sein kann.
Den Auftakt bildete ein internationales Frühstück, das in diesem Jahr größer war als je zuvor. Neben der gesamten Schulgemeinschaft waren erstmals auch drei dritte Klassen der Grundschule Bardowick sowie eine zweite Klasse der Grundschule Hasenburger Berg eingeladen. Schon beim Betreten der Aula bot sich ein beeindruckendes Bild: üppig gedeckte Tische voller Köstlichkeiten aus aller Welt, bunte Farben, verführerische Düfte und fröhliches Stimmengewirr. Zwischen orientalischen Spezialitäten, süßen Leckereien und herzhaften Gerichten wurde probiert, gelacht und miteinander ins Gespräch gekommen. Unterschiedliche Kulturen, Sprachen und Traditionen trafen aufeinander – Vielfalt wurde an diesem Morgen nicht erklärt, sondern mit allen Sinnen erlebt.
Ein herzlicher Dank gilt den zahlreichen Eltern, die mit ihren liebevoll zubereiteten Speisen dieses besondere Frühstück möglich gemacht haben. Sie haben einen wichtigen Beitrag dazu geleistet, dass unsere Schule zu einem Ort der Begegnung werden konnte.
Die Begeisterung über das riesige Buffet war so groß, dass am nächsten Tag kurzerhand ein Food-Save-Brunch auf dem Schulhof entstand. Statt die übrig gebliebenen Speisen wegzuwerfen, wurden sie noch einmal für die gesamte Schulgemeinschaft angerichtet. Das Buffet war erneut bestens besucht und zeigte eindrucksvoll, wie einfach Nachhaltigkeit im Alltag sein kann. Lebensmittelverschwendung wurde nicht nur im Unterricht thematisiert, sondern ganz praktisch vermieden – und alle wurden noch einmal richtig satt.
An den beiden Workshoptagen konnten die Schülerinnen und Schüler nach ihren Interessen und Stärken wählen. Das Angebot war so vielfältig wie die Menschen an unserer Schule: Es wurde getanzt, gekocht, gebastelt und gemalt, Kräuter bestimmt und verarbeitet, beim Schach strategisch gedacht, geangelt und gemeinsam mit der Feuerwehr gearbeitet. Andere Gruppen trainierten ihr geografisches Denken mit GeoGuessr, setzten sich im Workshop „Techno-Mix als Demokratiebildung“ mit gesellschaftlichen Themen auseinander oder entwickelten im Projekt „Design für Demokratie“ kreative Plakate für ein respektvolles Miteinander. Sportspiele aus aller Welt rundeten das Programm ab.
Besonders beeindruckend war dabei, wie selbstverständlich die jahrgangsübergreifenden Gruppen zusammenarbeiteten. Ältere unterstützten Jüngere, neue Freundschaften entstanden und gemeinsam wurde entdeckt, gelernt und gelacht. Die Projekttage zeigten eindrucksvoll, wie gut Schule funktionieren kann, wenn Neugier, Vertrauen und gegenseitiger Respekt im Mittelpunkt stehen.
Am dritten Projekttag verließen schließlich unsere Klassen das Schulgelände und erkundeten außerschulische Lernorte. Während einige Jahrgänge das Salzmuseum besuchten oder bei einer mittelalterlichen Stadtführung Geschichte hautnah erlebten, setzte eine 9. Klasse ein besonderes Zeichen der Mitmenschlichkeit. Im mosaique – Haus der Kulturen beteiligten sich die Schülerinnen und Schüler am Vespertisch, backten Kuchen für Menschen, die Gemeinschaft und Unterstützung benötigen, und halfen bei der Ausgabe. Dabei entstanden Begegnungen, die deutlich machten, dass soziales Engagement oft mit einer kleinen Geste beginnt.
Ein riesengroßes DANKESCHÖN geht an unseren Förderverein – ohne die Unterstützung wären viele Projekte in dieser Vielfalt nicht möglich gewesen.
Die „Tage der Kulturen“ haben einmal mehr gezeigt, dass Schule weit mehr sein kann als Unterricht. Sie kann Menschen zusammenbringen, Horizonte erweitern und dazu ermutigen, Verantwortung füreinander zu übernehmen. Drei Tage lang wurde über den eigenen Tellerrand hinausgeschaut – und genau das macht die „Tage der Kulturen“ an der Hugo-Friedrich-Hartmann-Oberschule jedes Jahr zu etwas ganz Besonderem.
