Klassenfahrt nach Wolfsburg. Wolfsburg? Ja, Wolfsburg!!

Eine Klassenfahrt, die in Erinnerung bleibt (27.04. - 30.04.)

Montagmorgen, 9:30 Uhr in Lüneburg. Auf dem Bahnhofsvorplatz herrscht plötzlich buntes Chaos: Koffer rollen in allen Farben des Regenbogens über die Gehwegplatten, Stimmen durcheinander, letzte Umarmungen. Die Klasse 8.1 ist bereit für ihre Klassenfahrt nach Wolfsburg – unter der Leitung von Frau Twesten, flankiert von Herrn Eigenfeld und Frau Rotermund.

Die Bahn fährt pünktlich ab. Wirklich. Kein Witz. Ein guter Start. Von Lüneburg geht es zunächst nach Uelzen, dann weiter Richtung Gifhorn. Der Zug wird leerer, die Landschaft ruhiger. Haltestellen wie Knesebeck, Vorhop oder Triangel ziehen vorbei – teilweise scheint die Strecke eingleisig zu sein, mitten durch Felder und Wälder. Irgendwas zwischen Idylle und apokalyptischer Ästhetik.

In Wolfsburg angekommen, geht es zu Fuß zur Jugendherberge (DJH). Koffer klackern über den Asphalt – die Bardowicker kommen! Nach dem Einchecken und Zimmerbeziehen zieht es die Klasse direkt wieder nach draußen: Erkundung des Nahbereichs. Das Stadion des VfL Wolfsburg wird bestaunt, ein kurzer Stopp bei Penny eingelegt – und dann der Höhepunkt für viele: ein Döner-Imbiss, empfohlen von Herrn Müdder. Die Erwartungen sind hoch. Und sie werden nicht enttäuscht. In den kommenden Tagen wird der Imbiss auf Herz und Nieren getestet. Fazit: Der erste Eindruck war kein Zufallstreffer. Die Inhaber freuen sich über jede Menge neue 5-Sterne-Bewertungen. Gern geschehen.

Am Abend wartet in der DJH ein warmes Essen: Hähnchen, Gemüse und Kartoffeln. Obwohl einige noch von Döner und Dürüm satt zu sein scheinen, fällt auch hier das Fazit positiv aus. Warum die Kulinarik hier zu Beginn dieser Reportage so eine tragende Rolle einnimmt? Eine Klassenreise ist am Ende auch nicht großartig anders als die Reise in einem U-Boot. Und da ist der Smutje in der Kombüse auch die wichtigste Person … Danach wird gespielt: Tischtennisbälle werden geschmettert, als wäre Timo Boll höchstpersönlich in der Jugendherberge untergekommen. Bei „Hitster“ wird geraten und schief mitgesungen. Frau Twesten weist alle in die Schranken. Chapeau. Und bei „Pi mal Daumen“ liegen viele wunderbar daneben.

Der nächste Tag beginnt mit Frühstück – und einer kleinen Entdeckung: Herr Eigenfeld hat seine Vorliebe für Pflaumenmus wiedergefunden. Gestärkt geht es ins Phaeno. Überall wird ausprobiert, gestaunt und sich gewundert. Dinge drehen sich, leuchten, überraschen und verwundern. Ein weiteres Highlight folgt im Anschluss: das Planetarium, das extra für die Klasse geöffnet wurde. In der Dunkelheit des Kuppelraums beginnt eine Reise durch das Universum. Schwarze Löcher, ferne Planeten wie Kepler 22b – die Klasse blickt nach oben, still, beeindruckt. Diese Eindrücke werden lange nachhallen.

Am Abend gibt es ein Nudelbuffet in der DJH. Danach wird wieder gespielt – im Hintergrund läuft der Laptop. Das mutmaßlich beste Spiel seit Dekaden: Paris Saint-Germain gegen den FC Bayern. Immer wieder gehen Blicke vom Bildschirm zurück zu den Karten auf dem Tisch. Ein schöner Abend.

Am Mittwoch steht die Autostadt auf dem Programm. Autos, Design, Technik – vieles zum Anschauen und Ausprobieren. Danach geht es weiter ins FOC. Taschen werden voller, das Budget dafür etwas leerer. Am Abend wartet noch ein gemeinsamer Kinobesuch. Zur Auswahl stehen „Mario Galaxy“ und „Der Teufel trägt Prada 2“. Die Entscheidung fällt – und kurz darauf sitzen alle im dunklen Kinosaal. Ein schöner Abschluss eines ereignisreichen Tages.

Zurück in der Jugendherberge läuft das „übliche Programm“: reden, lachen, noch nicht schlafen wollen, Wasser holen …

Am Donnerstag heißt es dann Abschied nehmen. Nach dem Frühstück geht es zurück zum Bahnhof. Die Züge sind voll, aber – wie schon auf der Hinfahrt – pünktlich. Stück für Stück nähert sich die Klasse wieder Lüneburg.

Vier Tage mit bestem Wetter, guter Stimmung und vielen Erlebnissen gehen zu Ende. Und alle sind sich einig: Kann man gerne wieder so machen!

Eine Klassenfahrt, die so schnell niemand vergisst.

(Ef)

Wolfsburg - eine Reise wert!

Kommentieren